 © Boscolo/Pixelio
Für einen optimalen Saisonstart muss nicht nur das Motorrad in Schuss sein. Auch der Zustand der Bekleidung spielt eine wichtige Rolle. Vor der ersten Ausfahrt ist dabei einiges zu beachten.
Zunächst ist das Visier des Helms einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Ist es verkratzt, muss es ausgetauscht werden. Die Helmschale wird am besten mit viel Wasser und ein bisschen Flüssigseife gereinigt, dabei die Belüftungsöffnungen nicht vergessen. Die Innenausstattung sind so reinigen, wie es der Hersteller vorschreibt; meist lassen sich die Polster dafür herausnehmen.Wenn es um die Textil-Kombi geht, scheinen einige Motorradfahrer Angst vor Wasser zu haben. Das fällt zumindest dem Experten Jürgen Stoffregen auf, der bei BMW für den Bereich Fahrerausstattung zuständig ist. Viel zu selten werde seiner Ansicht nach die Bekleidung gereinigt. Dabei ist eine saubere Kombi nicht nur hygienischer, sondern auch sicherer: "Die Schutzfunktion wird beim Waschen aufgefrischt", erklärt der Experte. Die Wärme in der Waschmaschine und beim Bügeln aktiviere die schmutz- und wasserabweisende Funktion der Fasern. Bei Textil-Kombis gilt daher: Nach Pflegeetikett die Kleidung waschen, aber vorher aber die Protektoren herausnehmen. Eine verbesserte Schutzfunktion haben auch gesäuberte Handschuhe und Stiefel, die - sofern sie aus Leder sind - aber vorsichtig getrocknet werden müssen.
Bei den Neuheiten und Trends für die Saison 2009 verweist Stoffregen auf einen neu entwickelten Kunststoffbezug für Textilanzüge hin, der eine um 20 Prozent bessere Abriebsfestigkeit besitzen soll. Der mehrlagige Kunststoff nennt sich "Laminat" und ähnelt in seiner Beschaffenheit dem Gore-Tex. Außerdem wird in einigen Jacken eine Handy-Tasche mit Strahlungsabsorption angeboten und dem Trend zu urbaner Mobilität wird mit dem Anzug "Cover All" Rechnung getragen. Der passt bequem über den Businessanzug und verfügt trotzdem über alle Sicherheitsfeatures.Wenn es um die Entsorgung alter Fahreraustattung geht, sollten diese auf dem Wertstoffhof der städtischen Entsorgungsbetriebe abgegeben werden. Dort werden die Bestandteile von Helmen und Kombis wie Polyamid, Polyurethan, Styropor und Glasfaser recycelt. Beim Neukauf von Bekleidung kann die alte beim Händler gelassen werden. Der übernimmt dann die Entsorgung.
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