Bürstner steigert den Absatz in einem rückläufigen Markt
Edition by Bürstner PR
Kehl. Der Markt für Freizeitfahrzeuge durchlebt schwierige
Zeiten. Nach einem anfänglichen Plus in diesem Jahr brach der Absatz im
Frühjahr auf breiter Front ein. Als wesentliche Gründe hierfür nennt
Klaus Peter Bolz, Geschäftsführer des Caravan- und Reisemobilherstellers
Bürstner, mit den Verantwortungsbereichen Vertrieb, Marketing und
Entwicklung, das kühle Klima, das manch einem Interessenten in diesem
Frühjahr die Kauflust vertrieben hat. Vor allem aber sei die
wirtschaftliche Unsicherheit, geprägt durch die Währungsschwäche und die
- in weiten Teilen der Unternehmenslandschaft in Deutschland -
ungewisse Entwicklung, Ursache für den im Durchschnitt negativen
Absatzverlauf.
„Wir bei Bürstner haben allerdings dieser allgemeinen Tendenz
entgegenwirken können“, so Klaus Peter Bolz. „Eine sorgsame
Weiterentwicklung der Modellpalette und ein wirksames Programm zur
Kostendämpfung haben uns selbst während der schwachen Monate gute
Ergebnisse erreichen lassen“. Bürstner hat in der nun ablaufenden Saison
3500 Wohnwagen produziert und verkauft, bei den Reisemobilen konnten
sogar 5000 Einheiten abgesetzt werden.
Diese Absatz-Ergebnisse entsprechen bei den Caravans der im vergangenen
Jahr getroffenen Prognose. Bei den Reisemobilen konnte dagegen im
Vergleich zur Vorhersage ein Zuwachs von 11 Prozent realisiert werden.
Der Umsatz machte im Rahmen dieser Entwicklung einen kräftigen Sprung.
Er liegt im ablaufenden Geschäftsjahr bei 285 Millionen Euro, das sind
47 Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum der vorigen Saison. Das
Ergebnis weist eine positive Tendenz auf, „wir schließen das
Geschäftsjahr mit einer klar schwarzen Bilanz ab“, so Bolz weiter.
Die Sparmaßnahmen wurden im Stammwerk Kehl und in der französischen
Tochtergesellschaft Bürstner SA im elsässischen Wissembourg nicht zu
Lasten der Belegschaft umgesetzt. Bürstner beschäftigt aktuell 968
Mitarbeiter und bildet 23 junge Menschen zu Kaufleuten und Handwerkern
aus. Die Tendenz ist steigend. „Wir haben vor allem an
Prozess-Optimierungen gearbeitet und unsere Einkäufe harmonisiert“, sagt
Klaus Peter Bolz. Bürstner gehört zur Hymer AG und kooperiert mit der
Muttergesellschaft sowie den Schwesterunternehmen, um bessere
Einkaufsbedingungen zu erzielen.
„Vor allem aber haben wir unser Modellprogramm optimiert. Wir stehen im
intensiven Dialog mit den Handelspartnern und den Kunden, können daher
schnell und zielsicher auf die Anforderungen des Marktes reagieren, um
passende Produkte zu attraktiven Preisen anbieten zu können“, so Bolz.
Zu den Austausch-Foren gehört jedoch nicht zuletzt das im Jahr 2004 in
Betrieb genommene Kundenservice- Center im Kehler Stadtteil Neumühl, mit
dem Bürstner immer noch eine Alleinstellung im Markt genießt und hier
eine Plattform geschaffen hat, auf der Kunden schnelle technische Hilfe
erhalten, sich über neue Produkte informieren aber auch ihre Anregungen
und Wünsche weitergeben können.
„Der Markt ist vor allem in der Mittelklasse äußerst preissensibel
geworden“, erklärt Klaus Peter Bolz das Käuferverhalten. „Dazu kommt die
immer bedeutender werdende Gesamtmassengrenze von 3,5 Tonnen, die junge
Neukunden abschreckt, da sie einen Lkw-Führerschein benötigen, wenn das
Reisemobil über dieser Gewichtsgrenze liegt.“ Auf der anderen Seite
stehen die wachsenden Komfortansprüche. An erster Stelle der Wünsche ist
hier ein großer Kühlschrank und der Fahrradträger zu finden, für
Einzelbetten interessieren sich vor allem ältere Kunden, Sat-Schüssel
und Receiver gehören ebenfalls zu den besonders häufig gewählten Extras.
Und all diese Komfortausstattungen, ob sie als Paket-Lösungen angeboten
oder einzeln bestellt werden, bringen zusätzliches Gewicht an Bord.
„Wir sind aber sicher, dass in diesen Bereichen in den nächsten Jahren
mit spürbaren Gewichtsoptimierungen zu rechnen ist, die uns als
Hersteller die Entwicklungsarbeit neuer Produkte erleichtern“, sagt
Klaus Peter Bolz.
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Kaum legten sich die Rauchwolken über HYMER Frankreich etwas,
schickte sich der nächste in der Caravaning-Branche an "sich in der
Insolvenz neu
zu organisieren". Auf gut Deutsch, man ist pleite und will sich
sanieren, allerdings auf wessen Kosten bleibt dabei noch offen. Man
ruft nach neuem Geld, sucht den Investor seines Glücks (zum wievielten
Mal schon?) und klopft sich dabei auf die Schulter, stellt
fest, dass man doch eigentlich gut war. So zuletzt geschehen bei
Westfalia. Der Grund, der in der Regel immer angeführt wird, ist u.a.
immer
die dramatisch sich verschlechternde Marktsituation. Und gilt das für
alle?
[
weiter …]