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Fockbek. Der renommierte Bildhauer Martin Schräder (50) hat einen Wohnwagen als Kunstwerk geschaffen. Modell stand ein Hobby De Luxe, Baujahr 1981, so eine gleichlautende Nachricht von Hobby. Einen Wohnwagen wie diesen gab es noch nie: Insgesamt 150 plattenförmige Elemente aus Anröchter Dolomit – das ist ein fester Kalksandstein aus dem Sauerland – bilden die Außenhaut des Caravans. Getragen werden die exakt einen Zentimeter starken Steinplatten von einer stabilen Aluminiumkonstruktion. „Die einzelnen Steinelemente habe ich in das Metallgerüst eingehängt. Die Teile der Aluminiumkonstruktion sind mit Inbusschrauben verbunden. Alles lässt sich also wieder demontieren und erneut zusammensetzen“, erklärt Bildhauer Martin Schräder. Das ist durchaus beabsichtigt, denn der Künstler möchte mit seinem, in moderner Arbeitsweise entstandenem Werk einen aktuellen Bezug zur Gegenwart und somit zu unserem Alltag herstellen. „Wir alle bauen unser Leben mit Hilfe von Konstruktionen auf“, meint Martin Schräder, der seinem Kunstwerk den Namen „Hülle“ verliehen hat. Der steinerne Wohnwagen soll gewissermaßen die zweite Hülle des Menschen symbolisieren und zugleich das menschliche Urbedürfnis nach Geborgenheit und einem geschützten Raum zum Ausdruck bringen. Zu seinem Kunstwerk inspiriert wurde Martin Schräder übrigens durch den eigenen Wohnwagen, einen betagten Hobby De Luxe, Baujahr 1981. „Ich habe den Wohnwagen geschenkt bekommen und nutze ihn seitdem vor allem als Arbeitsunterkunft, etwa wenn ich vor Ort im Steinbruch arbeite“, erläutert der gelernte Steinmetz seinen Bezug zum Caravaning. Obwohl der steinerne, nur 1,70 Meter hohe De Luxe 25 Prozent kleiner als der echte Hobby ist, übertrifft das Kunstwerk das Original locker in puncto Gewicht, denn stattliche 1.500 Kilo bringt die „Hülle“ auf die Waage – wohlgemerkt Leergewicht.
Die Inneneinrichtung ist zwar nur angedeutet, dennoch sind Sitzbänke, Schränke und Küchenzeile bestens zu erkennen; denn Schräder hat sie durch entsprechende Aluminiumkonstruktionen deutlich hervorgehoben. Und doch gilt für den Hobby aus Stein: „Betreten verboten!“ Nicht, weil er Schaden nehmen könnte, sondern weil es Künstler und Werk so wollen. Gestattet ist lediglich der Blick durch die offenen Fenster und Türen – in einen „geborgenen Raum, der sich der Inbesitznahme durch Dritte entzieht.“ Eine Auffassung, die sicher viele Caravaner gut nachvollziehen können.
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