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Ausstellung in der Autostadt: Öko? Logisch!
Der Autobauer Volkswagen beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit. Nicht nur bei seinen Bluemotion-Modellen und in der Forschung, sondern auch in einer Ausstellung, die zurzeit in der Autostadt in Wolfsburg zu sehen ist.

Jede Zeit hat ihre Modeworte, "Klimawandel" zum Beispiel. Oder "Nachhaltigkeit" - also die zukunftsfähige Entwicklung, die nicht auf Kosten nachfolgender Generationen geht. Dort setzt die kürzlich eröffnete multimediale Dauerausstellung "Level Green - Die Idee der Nachhaltigkeit" des VW-Konzerns in der Autostadt in Wolfsburg an. Auf rund 1 000 Quadratmetern hat Kreativdirektorin Dr. Maria Schneider eine Ausstellung rund um den Klimawandel, den technischen Innovationen und die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen zusammengestellt. "Wir möchten mit der Ausstellung ein positives Bild von Nachhaltigkeit zeichnen und trotzdem kritischen Aspekten Raum geben", sagt Schneider.

Dabei setzt die Ausstellung wenig Wissen voraus und ist trotzdem nicht banal. Errechnet man zum Beispiel seinen "ökologischen Fußabdruck", das ist der persönliche Energiebedarf und CO2-Ausstoß pro Jahr, kann man ihn bei jedem dabei angegebenen Flug in den Urlaub wachsen sehen. Es erstaunt, wie relevant der eigene Lebensstil tatsächlich ist. Ob Wohnfläche, Fleischkonsum oder die Nutzung des Autos - jede noch so kleine Entscheidung des täglichen Lebens hat Einfluss auf die Ökologie der Erde. "Jeder Einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, nachhaltig zu handeln. Wer sich bewusst macht, dass 16 000 Liter Wasser zur Produktion eines Kilogramms Rindfleisch benötigt werden, überlegt vielleicht, ob nicht ab und zu auch mal eine vegetarische Mahlzeit auf dem Speiseplan stehen könnte", sagte Otto Ferdinand Wachs, Geschäftsführer der Autostadt. "Wir möchten auf Potenziale für nachhaltiges Handeln aufmerksam machen, die jeder in seinem alltäglichen Leben nutzen kann."

Klar, dass es bei einer Ausstellung der Autostadt auch um Zukunftstechnologie im automobilen Bereich geht. Ob Hybridantrieb oder das Elektroauto, Kraftstoffe oder Mobilitätskonzepte der Zukunft - die Ausstellung bringt ihre Besucher auf den neuesten Stand der Forschung. Ein Modell zeigt, wie Autos bei VW bereits produziert werden und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Volkswagen will mit "Level Green" durch Information ein grünes Netzwerk in der Gesellschaft schaffen. Architekt Jürgen Mayer H. aus Berlin hat dieses Netz bei der Gestaltung der Ausstellung optisch umgesetzt. Aus dem PET-Symbol hat sein Büro eine grüne, netzartige Raumstruktur geschaffen, die die 25 Exponate miteinander verbindet. Logisch, dass die verwendeten Materialien CO2-neutral hergestellt und zum Teil recycelt sind.
Überhaupt scheint die Autostadt viele Themen der Ausstellung bereits im Alltag verwirklicht zu haben: die mittlerweile 13 Restaurants haben ihr Angebot seit dem Jahr 2003 konsequent auf regionale Bio-Erzeugnisse umgestellt, die sich am Rhythmus der Jahreszeiten orientieren. So gibt es zum Beispiel Erdbeeren im Sommer und Rote Beete im Winter. Die Besucher bekommen von "Level Green" eine Menge Wissen an die Hand - ohne moralisch erhobenen Zeigefinger. Und wer weiß: vielleicht rücken die grünen Themen künftig bei den rund 6 000 täglichen Besuchern der Autostadt mehr in den Fokus des Interesses. Zu wünschen wäre es, damit "Nachhaltigkeit" nicht nur ein Modewort bleibt.

Die "Level Green - Die Idee der Nachhaltigkeit" ist eine Dauerausstellung im ersten Stock des Konzernforums. Der Eintritt für die Autostadt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. Kinder und Jugendliche müssen nur 6 Euro bezahlen, das Familienticket schlägt mit 38 Euro zu Buche. Die Autostadt ist täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet (www.autostadt.de). Stefan Voswinkel/mid

 
 

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Unser Kommentar

Ein steiniger Weg - Setzen 6
Kaum legten sich die Rauchwolken über HYMER Frankreich etwas, schickte sich der nächste in der Caravaning-Branche an "sich in der Insolvenz neu zu organisieren". Auf gut Deutsch, man ist pleite und will sich sanieren, allerdings auf wessen Kosten bleibt dabei noch offen. Man ruft nach neuem Geld, sucht den Investor seines Glücks (zum wievielten Mal schon?) und klopft sich dabei auf die Schulter, stellt fest, dass man doch eigentlich gut war. So zuletzt geschehen bei Westfalia. Der Grund, der in der Regel immer angeführt wird, ist u.a. immer die dramatisch sich verschlechternde Marktsituation. Und gilt das für alle?
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